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Rubrik: Propaganda
Im rasanten Tempo am Rhein entlang
Verfasst von Anonymous am 04. Mai 2004 Druckerfreundliche Ansicht

Düsseldorf (dto). Die Rollen laufen und der Wind weht um die Nase, während es im rasanten Tempo über Wanderwege oder Uferpromenaden geht - der Start in die Inline-Saison hat begonnen. Skaten hat sich zum Freizeitboom entwickelt ...
In Düsseldorf finden ab Mai wieder regelmäßge Skate-Nights statt.
Von Mai bis September gehören alle zwei Wochen für 90 Minuten den Inlineskatern die Straßen von Düsseldorf. Grund genug für zahlreiche Kölner, Duisburger oder Sportler aus anderen NRW-Städten, in die Landeshauptstadt zu kommen, um gemeinsam durch die abgesperrten Straßen zu rollen. Organisiert wurde die Blade-Night von der Initiative Rollwerk. Seit fast vier Jahren setzt sich Rollwerk für die Rechte der Skater ein, denn Skates gelten als Sport- und Spielgeräte, die nicht im Straßenverkehr zugelassen sind.

Laut Paragraph 24 der Straßenverkehrsordnung werden Skates als Fortbewegungsmittel in der selben Gruppe aufgeführt wie Kinderwagen, Rollstühle und Rodelschlitten. Sie dürfen deshalb nur auf Gehwegen, gesperrten Straßen, Wanderwegen oder privaten Plätzen gefahren werden. Das führt zu Problemen, denn auf den genehmigten Gehwegen dürfen die Skater nur Schrittgeschwindigkeit fahren, was für viele eine Einschränkung ihres Hobbys bedeutet und die Gefahr von Zusammenstößen mit Fußgängern oder Kinderwagen birgt.


DUSFOR-Skater treffen sich jeden Donnerstagabend auf der Rheinuferpromenade am Schlossturm. Foto: DUSFOR

Rollwerk will die Skater vom Bürgersteig auf die Straße holen und fordert deshalb, Skater im Straßenverkehr zuzulassen. Außerdem sollen für das Vergnügen Tempo-30-Zonen, Plätze und Fahrradwege freigegeben werden. Diese Ziele verfolgt auch DUSFOR, eine offene Skater Gruppe aus Düsseldorf, die sich jede Woche zu einer privaten Inline-Skate Tour durch und um die Landeshauptstadt trifft. Sie möchten außerdem eine wöchentliche Skate-Night in Düsseldorf etablieren, die wie in Frankfurt von der Stadt und der Polizei organisiert wird.

Aber: "Wir haben das Gefühl, dass die Stadt nicht verhandlungsbereit ist", sagt Georg Kowalski von dusfor. Dabei hätte eine wöchentliche Skate-Night auch wirtschaftliche Zugkraft, denn viele Skater kommen aus den umliegenden Städten und gehen nach dem Lauf noch etwas essen oder trinken.

Roland Hahn, stellvertretender Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement hat einerseits Verständnis für die Interessen der Skater, verweist aber auf die Blade-Nights, die die Stadt mit Rollwerk bereits initiiert. Die Stadt habe außerdem sehr viele Sportveranstaltungen im Jahr, wie zum Beispiel zuletzt den Rheinmarathon, bei dem ganze Stadtviertel gesperrt wurden und deshalb viele Beschwerden im Amt eintrafen. Er will die Toleranz der Bürger nicht überstrapazieren und verhindern, dass sie Stadt wöchentlich verkehrstechnisch lahm gelegt wird.

    Dieser Artikel erschien bei:
  • YahooNews

  • RP-Online



Anmerkung: Quelle: ddp Nachrichtenagentur, 4. Mai 2004

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