Aus NRZ Online vom 19.10.2006:
Schön und gefährlich
FREIZEIT. Tausende Erholungssuchende nutzen den Deichweg zwischen Innenstadt und Wittlaer. Doch immer wieder kommt es zu Konflikten zwischen Passanten und Radlern. Polizei soll jetzt patrouillieren.
Er ist keine drei Meter breit - aber er zieht jedes sonnige Wochenende viele tausend Erholungssuchende an: der über 15 Kilometer lange Deichweg am Rhein zwischen Innenstadt und Wittlaer. Für Spaziergänger, Radfahrer und Skater ist er die beliebteste Ausflugsroute Düsseldorfs, aber leider auch eine mitunter nervenaufreibende und gefährliche.
Spazierweg und Rennstrecke
Die Polizei spricht von sich "häufenden Konlikten" zwischen Sportlern und Spaziergängern. Radler nutzen die Trasse als Rennstrecke, viele Passanten weichen aus, fühlen sich abgedrängt. Die CDU fragte gestern im Verkehrsausschuss nach, was die Verwaltung dagegen zu tun gedenke. Ratsfrau Marie-Luise Zimmermann spricht sich für Geschwindigkeitsbegrenzungen aus. Verkehrsdezernent Werner Leonhardt winkt ab: "Das dürfen wir nicht." Er fordert die Polizei auf, verstärkt am Rhein zu patrouillieren - und bietet auch den Einsatz der gemeinsamen Doppelstreifen an. Denn die dürfen Knöllchen von 10 bis 25 Euro für rücksichtsloses Verhalten verteilen.
"Wenn jeder sich den Paragrafen 1 der Straßenverkehrsordnung hinter die Ohren schreiben würde, dann hätten wir die Probleme nicht", erklärt Polizeisprecher Andre? Hartwich. "Jeder muss auf den anderen achten und Rücksicht nehmen."
Der (Freizeit)-Alltag sieht anders aus: Werner Jacob, Chef der Kaiserswerther Bezirksverwaltungsstelle, hört sich schon seit Jahren Klagen an. "Es ist verständlich, dass die Leute sich in unserem schönen Norden tummeln, aber nicht zu Lasten der Schwächeren." Vor allem Senioren und Eltern mit Kinderwagen, die an der frischen Luft den Blick auf den Rhein genießen wollen, würden von Freizeitsportlern bedrängt, die nur eines wollen: Tempo, Tempo!
Und damit steigt hier und da die Unfallgefahr. In diesem Jahr wurden auf dem Deichweg an zwei Wochenenden bereits zwei Radfahrer und ein Fußgänger verletzt. Am 29. April stürzte ein Radler schwer, weil ihm freilaufende Hunde vor die Pedalen liefen. Am 18. Juni stießen ein Fußgänger und ein Radfahrer zusammen.
"Verhalten Sie sich antizyklisch"
Was tun? Verbote will eigentlich keiner. Und Markus Voelker, verkehrspolitischer Referent der grünen Ratsfraktion, gibt zu bedenken, dass Radfahrer nur auf dieser Strecke schnell fahren können.
Aber nicht, wenn sich dort bereits viele Spaziergänger aufhalten, meint Polizeisprecher Hartwich. Dann wird es zu eng. Seine Empfehlung an die Sportler: "Verhalten Sie sich antizyklisch und nutzen sie den Weg besser in verkehrsschwachen Zeiten!"
Enger Deichweg -> Kaiserswerth (NRZ)
Moderatoren: Moderatoren, Bigbirdy, Bundestrainer
- Picknicker

- Articles: 18
- Beiträge: 1181
- Registriert: 23. Sep 2003, 15:48
- Kontaktdaten:
-
Rheinfrank

- Articles: 0
- Beiträge: 34
- Registriert: 22. Jul 2005, 23:03
Enger Deichweg -> Kaiserswerth (NRZ)
Die Polizei rät: "Verhalten Sie sich antizyklisch und nutzen sie den Weg besser in verkehrsschwachen Zeiten!"
Da machen wir ja mit unserem bedächtigen Skaten
zu nachtschlafender Zeit alles goldrichtig. Dusfor setzt halt Maßstäbe.
Hoffentlich kommen uns jetzt nicht im Dunkeln mit Stöcken bewaffnete antizyklische Walker in die Quere
Ich wünsche noch eine sonnigen Arbeitstag bis zum antizyklischen Abend.
Gruß
Frank
Da machen wir ja mit unserem bedächtigen Skaten
Hoffentlich kommen uns jetzt nicht im Dunkeln mit Stöcken bewaffnete antizyklische Walker in die Quere
Ich wünsche noch eine sonnigen Arbeitstag bis zum antizyklischen Abend.
Gruß
Frank