Seite 2 von 4

Düsseldorfs (UN)Professionalität

Verfasst: 9. Mai 2005, 09:06
von Frank2709
die Problematik auf der Cecilienallee war letztendlich wetterbedingt. Auf alle Fälle hätte man kurz vorher noch mal einen Kehrwagen einsetzen sollen, warum dies nicht geschehen ist wird sich hoffentlich in einer Nachbesprechung klären lassen. Das Skater trotz der markierten Strecke auf die andere Seite gefahren sind, lag eindeutig an den Skatern!!! Es ist auch unmittelbar vor dem Start noch einmal eindringlich durchgesagt worden, dass trotz des Drecks nur auf der linken Seite geskatet werden kann. Eine andere Absperrung als Hütchen ist auch nicht möglich, da die Läufer kurz danach die volle Straßenbreite nutzen und die Dinger schnell weggeräumt werden müssen.

Gruß
Frank

Düsseldorfs (UN)Professionalität

Verfasst: 9. Mai 2005, 14:07
von brad
Also ich fand die Strecke wesentlicher angenehmer als ich auf Grund der Forumsnachrichten vermutet hätte. Mit dem Wetter haben wir auch Glück gehabt (wenigstens die etwas schnelleren) - Fazit: eine gelungener LAuf und eine schöne Zeit bei euch - wenn auch mit einigen Wetterkapriolen:

ABER: UNVERZEIHLICH ist auf Seiten der Organisatoren eine m.E. nach dilletantische Vorgehensweise - vor allem bei Aufgabe, Verwahrung und Ausgabe der Kleiderbeutel. So NICHT wieder !!!!! Wir sollten uns alle beim Veranstalter beschweren denn für diejenigen, die nass ankommen und dann noch nicht mal einen geschützten Bereich zum Umziehen und feuchte Wechselwäsche vorfinden ist das eine richtige Frechheit .

Zum Streckenabschnitt Cecilienallee ist schon einiges gesagt worden was ich nur unterstützen kann, ärgerlich für diejenigen die mit einer guten Zeit gerechnet haben und hier nur eingeschränkt skaten konnten. Das Ausweichen auf die andere Streckenseite war fast schon ein Muss - jeder sollte dabei aber auch an die entgegen kommenden Teilnehmer denken - mit etwas Rücksicht ging's problemlos - leider haben enige Teilnehmer diese Rücksicht vermissen lassen.

SCHWERWIEGENDER fand ich die Absicherung der Strecke, teilweise standen Autos am Straßenrand, z.T. sogar in Kurven, ganz zu schweigen von den plötzlich auftauchenden Hindernissen, ein Auto im mittleren Bereich und ein Auto auf der KÖ welches zu Stürzen geführt hat.
Hier hat eindeutig der Veranstalter versagt- aus Ignoranz oder Unkenntnis der Belange eines Skatemarathons.

Düsseldorfs (UN)Professionalität

Verfasst: 9. Mai 2005, 14:24
von karokoenig
schön zusammen gefasst, Brad.

Auch ich fand den Marathon insgesamt sehr gelungen.

Zum Nachzielbereich - insbesondere zur Kleideraufbewahrung und -ausgabe werde auch ich schriftlich meine Verbesserungswünsche für 2006 einreichen - und zwar per Brief mit Porto und Antwortwunsch (eine mail liest dort m.E. eh keiner richtig). Gleiches gilt für die Nichteinhaltung der angekündigten Startblockeinteilung und die eine oder andere Begegnung mit Autos. Auch bei mir ist in Oberkassel eines aus der Seitenstrasse in die "abgesperrte" Strecke gekommen.

Düsseldorfs (UN)Professionalität

Verfasst: 9. Mai 2005, 14:55
von Bender
Das mit der Kleiderrückgabe war allerdings eine ziemliche Frechheit. Auf meine Frage warum denn das Faltdach nicht ausgezogen war, bekam ich die Antwort, dass der Wirt dieses wieder eingerollt hätte. Ende. Aus. :evil:
Auch die Ausgabe selber verlief mehr als chaotisch. Sehr wenige orientierungslos wirkende Offizielle versuchten der Lage her zu werden, was uberhaupt nicht funktionierte, so dass irgendwann alle auf eigene Faust versuchten ihren Beutel wieder zu finden. :bang: :crazy:
Mit Autos, etc. auf der Strecke hatte ich zum Glück nichts zu tun. Allerdings ist mir aufgefallen das in der Straße in der ich wohne (Gladbacher Straße) die Autos auf der rechten Seite (in Fahrtrichtung) nicht wie in den Jahren zuvor abgeschleppt geworden sind (trotz Parkverbotsschild ca. 1 Woche im vorraus). Etwas unglücklich da die Straße durch die Straßenbahnschienen in der Mitte sowieso schon nicht besonders breit ist.
Trotzdem macht so ein Marathon durch bekannte Straßen und die Wahl-Heimatstadt extrem viel Spass. Und die Zeit hat schließlich auch gereicht um vor dem Regen im Ziel zu sein. :D (Allerdings habe ich mich erst einmal untergestellt und dann erst meinen nassen Kleidersack abgeholt :( ) Auf jeden Fall freue ich mich schon jetzt auf nächstes Jahr bei bestem Skatewetter :D 8) :D

Düsseldorfs (UN)Professionalität

Verfasst: 9. Mai 2005, 20:21
von Bigbirdy
Also bei klappte die Kleiderbeutelrückgabe sofort. Das war der Moment als der Schauer anfing und keiner mehr seinen Beutel wollte. Daher machten sich 5 Helfer auf die fixe Suche nach dem Beutel.
Allerdings habe ich denen auch zugerufen "macht das Dach zu". Darauf die Antwort, daß "dürfen wir nicht".
Ich vermute, es lag an der Sturmwarnung und es hätte vermutlich die Sonnenrollos weggefegt. Bleibt nur nächstes Jahr unkaputtbare "THW-Zelte einzusetzen.

Übrigens die Siegerehrungen waren vor dem Mannesmann-(äh VF)-Hochaus wirklich deplaziert.
Dort konnte man höchstens mit Skates hinkommen. Daher kein Wunder, daß dort keine Zuschauer waren.

Aber man muß ja auch in 2006 noch etwas verbessern können.

Düsseldorfs (UN)Professionalität

Verfasst: 10. Mai 2005, 21:42
von Pollifax
Hi,

nun wurde dem Marathon auch noch die C-Lizensierung abgenommen, und zwar schon VOR dem Rennen.
Betrifft mich zwar weniger, läßt aber für nächstes Jahr wenig Gutes hoffen...

http://www.inlinespeedskaten.info/index ... 0&Itemid=2

-p

Düsseldorfs (UN)Professionalität

Verfasst: 10. Mai 2005, 22:02
von axelcgn
Au weia! Der von Pollifax eingestellte Link führt zu einer derart drastischen :shock: (fachmännischen und qualifizierten!) Kritik, dass der Text hier wiedergegeben sein sollte.
Ex vitiis discimus! :idea:

C-Lizenzierung Düsseldorf Marathon zurückgenommen
Geschrieben von Johannes Gerhards
Dienstag, 10 Mai 2005
Der Düsseldorf Marathon am vergangenen Wochenende war kein DRIV Wertungsrennen der Kategorie C. Auf Grund mangelnder Kooperation mit dem Veranstalter, der Nichteinhaltung gegebener Zusagen und Absprachen, der Mißachtung fast aller im Lizenzierungsantrag genannten Anforderungen und vor allem wegen der zu befürchtenden Gefährdung der SportlerInnen durch... mangelnde Absicherung besonders markanter Punkte wie dem Engpass und der Kurve kurz vor der Zielgeraden, sah sich der Lizenzierungsbeauftragte des Landesverbandes RIV und Oberschiedsrichter Johannes Gerhards genötigt, die Lizenzierung zurück zu nehmen.

Diese Entscheidung wurde dem Moderator Sebastian Baumgartner vor dem Start mitgeteilt, der sie an die TeilnehmerInnen weiter geben wollte. Natürlich sind wieder einmal die SportlerInnen die Dummen, denen jetzt möglicherweise erwartete (und verdiente) Ranglistenpunkte abhanden kommen.

Andererseits sollten wir uns überlegen, warum wir weiterhin an Veranstaltungen teilnehmen, bei denen die originellste Kostümierung (dafür gab es eine "Jury") höher eingestuft wird als die Sicherheit und Gesundheit der SportlerInnen. Teilweise zynische Kommentare wie: "...dafür haben wir ein DLRG Rettungsboot bereitgestellt..." auf den Einwand, was denn passieren würde, wenn jemand unkontrolliert aus der letzten Kurve getragen wird und mit dem scharfkantigen Geländer der Rheinuferpromenade kollidiert, bestätigen mich in meiner Auffassung. Bei der der Lizenzierung vorausgehenden Streckenabnahme wurde auf diese Missstände eindrücklich hingewiesen, deren Beseitigung klar und deutlich eingefordert und seitens des Veranstalters auch zugesagt.

Weitere Gefährdungen im Rennverlauf, wie sich aus den quer verlaufenden Strassenbahngeleisen lösende Seile - die längst verlaufenden wurden erst gar nicht ausgeseilt - oder entgegen kommende, nur durch Flatterband "abgesicherte" Strassenbahnen, bestätigen im Nachhinein meine Auffassung und die Richtigkeit meiner Entscheidung.

Ich möchte betonen, dass die Leistung der SportlerInnen durch diese Massnahme nicht herab gewürdigt werden soll. Es war ein grosses Glück, dass wir von schlimmen Unfällen verschont blieben - das spricht auch für das Können und die Fairness der beteiligten SkaterInnen - war aber im Vorfeld nicht abzusehen.

Die Lizenzierung dient in erster Linie der Sicherheit und Gesundheit der SportlerInnen durch Schaffung von weitgehend einheitlichen und vergleichbaren Standards. Dies war hier eindeutig nicht gewährleistet bei aller Großzügigkeit in der Auslegung der Wettkampfordnung und der Kompromissbereitschaft in einzelnen Punkten.

johannes gerhards, referat schiedsrichter und wettkampfwesen speed im riv nrw

Düsseldorfs (UN)Professionalität

Verfasst: 10. Mai 2005, 22:56
von McFly
...dem ist eigentlich nichts mehr hinzu zu fügen, eher haben die Verantwortlichen des Beitrages noch einen schmeichelnd geschrieben...

Für das Wetter kann niemand etwas, aber so sehr ich mich auch anstrenge, es war ein einziger R(h)einfall, zumindest was die Orga betrifft...
Habe das auch mittlerweile an die entsprechenden Stellen geschrieben, vielleichts hilft es ja...

Düsseldorfs (UN)Professionalität

Verfasst: 10. Mai 2005, 23:36
von brad
...da schließe ich mich McFly an...war trotzdem eine sschöne Zeit bei euch und im voraus schon einen großen Dank an die UNorganisatoren der 100 km - soll ja schönes Wetter geben...

Angesichts des Desorganisierten Marathons drängt sich mir jetzt die Frage auf - geht der Karneval und damit die närrische Zeit bei euch denn nie zuende?????????

Wie wär's denn mal mit einem UNorganisierten Marathon????

Gruß aus Kassel an alle Unorganisierten :laola:

Düsseldorfs (UN)Professionalität

Verfasst: 11. Mai 2005, 01:01
von axelcgn
[quote="brad"]...
< Angesichts des Desorganisierten Marathons drängt sich mir jetzt die Frage auf - geht der Karneval und damit die närrische Zeit bei euch denn nie zuende????????? >

Jau, so isses. Kein Vorurteil, keine Übertreibung. Da divergieren DUSdorf und Köln ausnahmsweise mal nicht: wir alle sind immer ein Bißchen gaga! Mehr oder weniger, aber meistens mehr. Und jeden Donnerstagabend einen Mini-Karneval!

Helau, alaaf und aloha!
:prost: :applaus: :laola: :applaus: :prost:

Düsseldorfs (UN)Professionalität

Verfasst: 11. Mai 2005, 08:52
von Frank2709
kurzer Kommentar meinerseits: leider sind die Sicherheitsstandards des letzten Jahres nicht eingehalten worden (Absicherung der Abfahrten) und diverse andere Bedingungen die an eine Lizenz geknüpft sind auch nicht. Das ist schade, hier ist eine Chance verpaßt worden etwas Vernünftiges darzustellen. Die Aberkennung der Lizenz war eine logische Konsequenz trifft aber leider die Sportler, die um Ranglistenpunkte fahren und die können nun wirklich gar nix dafür. Ich hätte eine Geldstrafe und meinetwegen die Aberkennung der Lizenz fürs nächste Jahr besser gefunden.

Gruß
Frank

Düsseldorfs (UN)Professionalität

Verfasst: 11. Mai 2005, 09:03
von Bundestrainer
So rein Interesse halber: Welche Auflagen/Anforderungen müssen erfüllt werden, um eine C-Lizensierung (oder auch A und B) für ein Rennen zu erhalten. Da ist es doch sicherlich ziemlich genau definiert ...

Düsseldorfs (UN)Professionalität

Verfasst: 11. Mai 2005, 09:13
von austinrover
Schliesse mich Frank an,
da die Aberkennung der Lizenz erst eine Stunde vor dem Start vorgenommen wurde leiden hier besonders die Sportler drunter.

Da die Lizenzfahrer entsprechende Rennen planen um Ihre Wertung zusammenzubekommen wäre bei entsprechendem Wissen ein anderes Rennen geplant worden (hätten ja auch in Hannover starten können).

Ich finde es daher eine besonders grosse Schweinerei vom Veranstalter das hier keine Massnahmen getroffen worden sind um die Lizenz noch zu bekommen ( es wurde vom DRIV rechtzeitig auf die Missstände hingewiesen ).

Scheinbar besteht ausser Startgeldern Kassieren kein besonderes Interesse an den Skatern (Siehe auch die Pressepolitik der Veranstalter).

Dies unterstreicht auch meine grundsätzliche Meinung das ein Skatemarathon bei Laufveranstaltungen NICHT gut aufgehoben ist - Meines Erachtens gehören die Skater zu den Radfahrern und in entsprechende Radrennveranstaltungen eingebunden - Ich bin mir sicher das wir als Skate Sportler mit unserer technischen Sportart hier eine bessere Anerkennung bekommen werden.

Grüsse

Rolf

Düsseldorfs (UN)Professionalität

Verfasst: 11. Mai 2005, 09:24
von rollingbone
Interessant war auch eine Radioreportage in Antenne gestern: bemängelt wurden Kleiderbeutelausgabe und Information der Anwohner. Der Verantwortliche gelobte Besserung - nahezu im gleichen Wortlaut wie im letzten Jahr (ja, es gibt Leute mit einem Elefantengedächtnis). Insofern finde ich es auch ok, wenn man auf solche und andere Mißstände reagiert. Großzügig ist man ja schließlich in den entsprechenden Gremien - selbst Inline-in-Colonia darf noch mal starten, und das war mE DIE Katastrophe des letzten Jahres.

Zur Aberkennung der Lizenz (jetzt mache ich mich in der Speedskating-Szene mal richtig unbeliebt): erstmals als Zuschauer sehe ich die vordersten Züge in unbeschreiblicher Eleganz auf der Geraden heraneilen. Dann kommt die Kurve und aus dem geordneten Zug wird ein wilder Haufen Hühner - nur jeder 2. kommt sicher durch die Kurve! Ob die Damen und Herren etwa auch nicht bremsen können? Ich würde jedenfalls auch dem ein oder anderen Spitzenläufer die Lizenz entziehen.

Düsseldorfs (UN)Professionalität

Verfasst: 11. Mai 2005, 09:28
von Frank2709
Alles weiss ich auch nicht, bin jetzt nicht so der Regelkundler aber z.B.: Absicherung und Abpolsterung aller wirklich kritischen Gefahrenpunkte, die Strecke muss verkehrsfrei gehalten werden, die Strecke muss an allen Punkten mindestens ?3m? breit sein, der Zieleinlauf muss frei sein, der Auslauf groß genug, es darf keine zu steilen Abfahrten, zu enge Kurven, zu schlechten Belag (Interpretationssache) geben. Es muss eigentlich einen getrennten Damen und Herrenstart geben (mit eigenem Führungsfahrzeug) und sicher noch ein paar Dinge.

@rollingbone
;-) also bremsen könnten -zumindest vorne- schon alle aber hier liegt meist leider auch das Bestreben vor nicht unbedingt als harmonischer Zug durch die Kurve zu kommen, sondern seinen Vorteil zu suchen. Bei widrigen Wetterbedingungen wird dann allerdings auch noch sehr nervös auf Kurven reagiert und so entsteht schon mal schnell ein Hühnerhaufen. Elegant im Zug übersetzend durch die Kurve können eigentlich nur eingespielte Teams.