Hallo
der Domskate von Mainz nach Worms war für 6 Dusforisten ein beeindruckender Skatetag. Aber es hat die Stimmung bei uns und im Feld gedrückt, als wir den verunglückten Skater regungslos am Boden liegen sahen und dann beim folgenden Stop der Rettungshubschrauber eingeschwebt ist. Wie schwerwiegend die Verletzungen waren, haben wir erst durch den obenstehenden Hinweis von Picknicker erfahren. Die Unfallstelle war zwar abschüssig und wies eine leichte Kurve auf, aber perfekt asphaltiert, zwei Fahrbahnen breit, übersichtlich und durch die vorhergehende Steigung war das Feld sehr aufgelockert.
Eine eindrückliche Mahnung an alle "unbehelmten" Skater, daß auch bei guten Bedingungen immer etwas passieren kann.
Nicht ganz so tragisch, aber für die einzelnen sicher sehr schmerzhaft, verliefen auch weitere Stürze mit Kopfverletzungen, deren Opfer wir gesehen haben. Hier war manchmal die Ursachen, wie z.B. in einem Fall ein Loch im Asphalt, gut zu erkennen.
Meine persönliche Meinung: Mit Helm sind diese Kopfverletzungen sicher vermeidbar bzw. weniger dramatisch.
Diese Erlebnisse verderben dann mir den Spaß an einem eigentlich schönen Erlebnis ! Wie soll man mit so solchen Erlebnissen umgehen? Soll man da den Zyniker rauskehren ? Einfach sich selbst sagen - "Kein Helm - Kein Mitleid " ?
Ich sehe aber auch positive Seiten: Beim Domskate trugen schon circa 50 % einen Helm.
Der Anteil kann bei solchen Events und auch bei unseren Touren aber höher sein. Bitte arbeitet daran. Sprecht die Skater ohne Helm mal an. Einen guten Helm merkt man beim Tragen fast nicht mehr. Eric wollte damit sogar schwimmen gehen, bis wir Ihn an den Helm auf dem Kopf erinnert haben.
Markus
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spätere Ergänzungen aus dem Inline-Forum.de von Thoralf:
....."Noch in Mainz blieb ein Skater im Bitumen hängen, viel vorne über und knallte seitlich auf den Kopf, da er einen Helm auf hatte stand er wieder auf und fuhr weiter!
Bei der Abfahrt direkt nach der Pause in Oppenheim kam einige Meter vor mir ein Skater (recht weit vorne, also flott den Berg hochgefahren aber bergab trotzdem nicht besonders schnell) ins trudeln, stolperte fiel dann rücklings hin und knallte mit einem dumpfen Schlag heftigst mit dem Hinterkopf auf den Asphalt und stand nicht mehr auf.
Er wurde dann nach Aussage der Polizei mit dem Rettungshubschrauber abgeholt, momentaner Zustand ist unbekannt aber er wird die nächsten Wochen sicher nicht mehr skaten.
Hoffen wird das er die Gelegenheit haben wird das nächste Mal MIT Helm zufahren, denn so wäre zwar sicher der Helm kaputt gewesen, vermutlich auch der Rücken zerkrazt aber der Kopf wäre noch heil! "......
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spätere Ergänzungen aus dem Inline-Forum.de von Claudia:
"Als direkt Betroffene würde ich gerne auch noch zu der Geschichte Stellung nehmen. Ich bin die Krankenschwester, die kurz nach dem Sturz, als zweite zu dem verunfallten Skater gekommen bin. Der in der Pressemitteilung der Polizei erwähnte Arzt (der den Sturz auch beobachtet hat), hatte ihn schon in die Seitenlage gebracht. Gemeinsam konnten wir kaum etwas tun außer die klaffende Hirnverletzung abdrücken, da er darüber enorm viel Blut verlor und die schon recht insuffiziente Atmung und den Kreislauf überwachen. Der Skater war von anfang an bewusstlos und hatte weite, lichtstarre Pupillen. Das bedeutet, dass die Hirnverletzung so schwerwiegend war, dass die Chancen sehr schlecht für ihn standen. Die Sanitäter waren sehr schnell vor Ort und fast zeitgleich auch der Notarzt, der den Dom-Skate-Marathon begleitete. Das gesamte Team hat dann unter dessen Leitung den Skater rasch und professionell notfallmedizinisch versorgt, bis der Hubschrauber kam!!!
Für diejenigen unter euch, die sich fragen warum ich das so detaiiert erzähle, möchte ich dies sagen: Zum einen wollte ich die Pressemitteilung um ein paar Detais ergänzen, da sie ja scheinbar zu Missverständnissen führte. Zum anderen hoffe ich, dass sich die "Helmmuffel" ein paar Gedanken machen. Vielleicht kommt die Diskussion über die Helmpflicht bei solchen Veranstaltungen ja nocheinmal ins Rollen.
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Obwohl ich in der Intensivmedizin tätig bin, wird mich diese Sache noch einige Zeit verfolgen. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen "