Rollerderby - Nahkampf auf Rollschuhen
Verfasst: 9. Mai 2007, 12:11
In der Sendung „Süpermercado“ im „Funkhaus Europa“ gips folgende Meldung:
SüperBody
Nahkampf auf Rollschuhen – Rollerderby
Rollerderby ist nicht einfach ein Sport, es ist eine Show, zu der mehrere Hundert Zuschauer strömen und bei der Punk- und Rock’n Roll Bands auftreten. In den USA greift die Begeisterung für Rollerderby schon seit einiger Zeit um sich, vor kurzem ist nun auch in Deutschland der erste Club gegründet worden.
Cheerleaders für die Sex Pistols
Die Kulisse für dieses Spektakel liefert die Sportarena, die Stars sind ein Haufen Frauen zwischen 20 und 40. Sie alle tragen Rollschuhe an den Füßen, Knie- und Ellbogenschützer, dazu sehr kurze Shorts oder Miniröcke, hautenge T-Shirts und Corsagen, Netzstrumpfhosen, bunte Perücken, auffälliges Make up – Frauen, die eigentlich gestylt sind wie Pin Up Girls, aber mehr in der Punkvariante. Hätten die Sex Pistols ihre eigenen Cheerleaders gehabt – das wären sie gewesen. Diese Frauen liefern sich ein Rollschuh-Rennen, bei dem es richtig zur Sache geht, mit Bodychecks, Rangeleien, blauen Flecken und Prellungen.
Hart im Nehmen
Wo die Schmerzgrenze beim Rempeln und Raufen ist, wird sehr großzügig ausgelegt, aber einige Regeln gibt es schon: Während eines "Kampfes" treten zwei Teams mit je fünf Skaterinnen gegeneinander an. Eine Fahrerin aus dem Team versucht Punkte zu machen, indem sie soviele Gegnerinnen wie möglich überrundet. Die anderen setzen alles daran, dies zu verhindern bzw. der eigenen Skaterin den Weg frei zu machen. Ein Match zwischen zwei Teams dauert 4x10 Minuten.
Immer im Kreis - 3000 Meilen lang
Das Ganze geht übrigens zurück auf eine Idee von 1935: Damals starteten in Chicago 50 Rollschuhläufer für einen Marathon. Einen ganzen Monat lang liefen sie im Kreis, um 3000 Meilen zu schaffen, was etwa der Entfernung von Los Angeles nach New York entspricht. Rollerderbys heute sind quasi das wilde, durchgedrehte Revival des Sportevents von damals.
Alles außer brav und bieder
Der Spaß am Raufen zieht sich quer durch alle Schichten. Studentin, Kellnerin, Chefsekretärin, sie alle sind mit dabei. Einmal vom Fieber ergriffen, gehen sie immer wieder an den Start, trainieren mehrmals pro Woche. In den vergangenen drei, vier Jahren wurde in den USA ein neuer Club nach dem anderen gegründet, mittlerweile gibt es mehr als 100 Rollerderby-Ligen. Was viele Skaterinnen gemeinsam haben: Ihnen missfällt die biedere Cheerleader-Kultur, sie haben wenig übrig für brave, adrette Mädels, die nach gefälligen Choreografien ihre Puschel schwingen. Rollerderby-Frauen wollen nicht brav sein, sondern wild und sind stolz auf ihre Blessuren. Dennoch fühlen sie sich weiblich und sexy und es ist ihnen egal, ob eine Skaterin gertenschlank ist oder ein paar Pfund zuviel auf den Hüften hat.
www.bcrd.de (site under construction)
www.wftda.com
www.azrollerderby.com
Quelle:
http://www.multikulti.de/_/beitrag_jsp/ ... 31060.html
Für mich fällt das unter die Kategorie "grobschlächtige Volksvergnügen für Männer", wie z.B. Damenringkampf in der Schlammgrube.
Ich mag mir unsere Dusforistinnen lieber nicht als Horde aus dem Neandertal rollender Rauf- und Kampfmaschinen vorstellen.
SüperBody
Nahkampf auf Rollschuhen – Rollerderby
Rollerderby ist nicht einfach ein Sport, es ist eine Show, zu der mehrere Hundert Zuschauer strömen und bei der Punk- und Rock’n Roll Bands auftreten. In den USA greift die Begeisterung für Rollerderby schon seit einiger Zeit um sich, vor kurzem ist nun auch in Deutschland der erste Club gegründet worden.
Cheerleaders für die Sex Pistols
Die Kulisse für dieses Spektakel liefert die Sportarena, die Stars sind ein Haufen Frauen zwischen 20 und 40. Sie alle tragen Rollschuhe an den Füßen, Knie- und Ellbogenschützer, dazu sehr kurze Shorts oder Miniröcke, hautenge T-Shirts und Corsagen, Netzstrumpfhosen, bunte Perücken, auffälliges Make up – Frauen, die eigentlich gestylt sind wie Pin Up Girls, aber mehr in der Punkvariante. Hätten die Sex Pistols ihre eigenen Cheerleaders gehabt – das wären sie gewesen. Diese Frauen liefern sich ein Rollschuh-Rennen, bei dem es richtig zur Sache geht, mit Bodychecks, Rangeleien, blauen Flecken und Prellungen.
Hart im Nehmen
Wo die Schmerzgrenze beim Rempeln und Raufen ist, wird sehr großzügig ausgelegt, aber einige Regeln gibt es schon: Während eines "Kampfes" treten zwei Teams mit je fünf Skaterinnen gegeneinander an. Eine Fahrerin aus dem Team versucht Punkte zu machen, indem sie soviele Gegnerinnen wie möglich überrundet. Die anderen setzen alles daran, dies zu verhindern bzw. der eigenen Skaterin den Weg frei zu machen. Ein Match zwischen zwei Teams dauert 4x10 Minuten.
Immer im Kreis - 3000 Meilen lang
Das Ganze geht übrigens zurück auf eine Idee von 1935: Damals starteten in Chicago 50 Rollschuhläufer für einen Marathon. Einen ganzen Monat lang liefen sie im Kreis, um 3000 Meilen zu schaffen, was etwa der Entfernung von Los Angeles nach New York entspricht. Rollerderbys heute sind quasi das wilde, durchgedrehte Revival des Sportevents von damals.
Alles außer brav und bieder
Der Spaß am Raufen zieht sich quer durch alle Schichten. Studentin, Kellnerin, Chefsekretärin, sie alle sind mit dabei. Einmal vom Fieber ergriffen, gehen sie immer wieder an den Start, trainieren mehrmals pro Woche. In den vergangenen drei, vier Jahren wurde in den USA ein neuer Club nach dem anderen gegründet, mittlerweile gibt es mehr als 100 Rollerderby-Ligen. Was viele Skaterinnen gemeinsam haben: Ihnen missfällt die biedere Cheerleader-Kultur, sie haben wenig übrig für brave, adrette Mädels, die nach gefälligen Choreografien ihre Puschel schwingen. Rollerderby-Frauen wollen nicht brav sein, sondern wild und sind stolz auf ihre Blessuren. Dennoch fühlen sie sich weiblich und sexy und es ist ihnen egal, ob eine Skaterin gertenschlank ist oder ein paar Pfund zuviel auf den Hüften hat.
www.bcrd.de (site under construction)
www.wftda.com
www.azrollerderby.com
Quelle:
http://www.multikulti.de/_/beitrag_jsp/ ... 31060.html
Für mich fällt das unter die Kategorie "grobschlächtige Volksvergnügen für Männer", wie z.B. Damenringkampf in der Schlammgrube.
Ich mag mir unsere Dusforistinnen lieber nicht als Horde aus dem Neandertal rollender Rauf- und Kampfmaschinen vorstellen.