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Chip Spekulation

Verfasst: 17. Jun 2007, 11:05
von Pollifax
Reichwerden mit Chips:

Aktuell kostet ein Champion Chip (das gelbe Ding für Zeitmessung bei Rennen) 30 Euro.
Ich habe im Jahr 2000 bei meinem ersten Marathon 25 Mark bezahlt.
Also hat sich der Preis in 7 Jahren mehr als verdoppelt. Das kann ich von meinem Sparbuch nicht sagen.

Also: Champion Chip kaufen, die Dinger steigen im Wert. :lol:

-pollifax

Chip Spekulation

Verfasst: 17. Jun 2007, 15:44
von MarkusDDorf
@ Pollifax:
Bitte verführe wirtschaftlich unerfahrene Dusforisten nicht zu unüberlegten Spekulationsgeschäften. :evil:

Diese sind - wie jede Aktivität an der Börse - keine Einbahnstraße.

Als spätberufener Skater habe ich meinen Chip erst 2004 erstanden. Da kostete das Ding aber 32 Euro. Zur Zeit habe bin ich noch in der Verlustzone :shock:

Merke: Nur wer rechtzeitig eingestiegen ist, kann auch Spekulationsgewinne erzielen.

Chip Spekulation

Verfasst: 17. Jun 2007, 22:19
von Jan.Winschermann
Leute; Ihr könnt das Ding nur wenige Tage nach der Veranstaltung nur da abgeben, wo Ihr es auch geliehen habt. Erst danach gilt es als gekauft. Hintergrund: Ein Veranstalter würde sich nie die Kosten aufbinden, so ein System zu kaufen; und das auch noch über mehrere Jahre rentabel vermieten zu könen. Daher muß von Seiten des Veranstalters die Hardware innerhalb einer Woche an den Lieferanten zurückgegeben werden. Auch dieser mietet alles in den Niederlanden mit eigenem Risiko an. Es ist also besser, es nicht als Anlagegeschäft zu betrachten.

Chip Spekulation

Verfasst: 18. Jun 2007, 02:18
von axelcgn
Veräußerungs<gewinne > aus Chipspekulationen sind innerhalb einer 2-Jahres-Frist zwischen Anschaffung und Veräußerung zu versteuern, wenn dies privat erfolgt. Chipspekulations<verluste>, die innerhalb der 2-jährigen Verbleibensfrist anfallen, sind nur mit anderen privaten Veräußerungsgewinnen desselben Veranlagungsjahres ausgleichbar, also nicht mit anderen Einkunftsarten und weder vor- noch rücktragbar. Bei gewerbsmäßigem Handeln sind alle Veräußerungsgewinne zu versteuern und alle Veräußerungsverluste ausgleichbar sowie vor- und rücktragbar. Die 2-Jahresfrist ist hier nicht maßgeblich.

Der Besteuerungstatbestand ist von Pollifax nicht verwirklicht, er kann seinen Chip steuerfrei verkaufen.

Für die anderen:
Die für die Besteuerung erforderlichen Angaben sind dem zuständigen Finanzamt auf amtlich vorgeschriebenen Zusatzformular "Anlage CS" (Chipspekulation) einzureichen.

Weiter führende Literaturhinweise:

"Die Chipbesteuerung im Wandel der Jahrtausende. Steuerhistorische Entwicklung von Olympia bis Düsseldorf." Huschi Rasemann, Diss.rer.pol. Rollenhausen 2007.

"Der teutsche Tschip, die Dusforisterey unt der Zehent fuer die Obrigkeyt&#8220; Eyll von Rollburg, Wittenberg 1517.

&#8222;Rollerskate chip taxation. An infinite review from its antique origins to modern methodologies.&#8221; Speedy Skatewright, Princeton University Press 2004.

&#8222;Das Marathon-Syndrom. Empirische Erfassung diversifizierbarer Besteuerungsängste von Chipspekulanten und Versuch einer Deduktion aus dem kollektiven Unbewussten der monopolkapitalistischen Ausbeuterklasse.&#8220; Autonomes Autorenkollektiv Rote Rolle, Berlin 1968.

&#8222;De chipbelasting voor bezonderheit van rollschatsers en andere dijkenloop deelnemers&#8220; Holle van Rolle, Rollerdam 1984.

&#8222;Le loi de l&#180;impôt des rollers&#8220;, Archives de Sorbonne, Paris 1918.

&#8222;Nowy mir sozialistitscheskich i revolutionarskich Tschipich&#8220; Rollnigrad 1942.

Der Zeitnahmechip als elektronischer Palimpsest und die Ergänzung seiner Datenstruktur für Zwecke automatisierter Besteuerungs- und Bankeinzugsverfahren. Eine neue Theorie effektiver Daten- und Geldabsaugung im Marathonzielbereich. Rollerich Piepenbrink, ct-Archivdisc 2012

Chip Spekulation

Verfasst: 18. Jun 2007, 06:59
von spiderman
Pollifax hat geschrieben:Aktuell kostet ein Champion Chip (das gelbe Ding für Zeitmessung bei Rennen)
Die einzigen Werte die wirklich einen Gewinn bringen sind doch wohl "Blue Chips" :)

Chip Spekulation

Verfasst: 18. Jun 2007, 11:26
von sausejule
:D :D :D ...
Kurzer Archivaufenthalt zwecks Begutachtung der Wittenberger Schrift von 1517 hat ergeben, dass die Chips damals noch aus Vollholz waren, dafür aber im Erwerb mit 1 Gulden spektakulär günstig. Vielleicht finden sich ja im Familienerbe noch welche...

Chip Spekulation

Verfasst: 18. Jun 2007, 13:12
von Pollifax
Nach den mahnenden Worten von Markus, den sehr erhellenden von Axel (besonderen Dank für die Hinweise auf Sekundärliteratur) und den ernüchternden Einlassungen von Jan werde ich meine Spekulationsgeschäfte eventuell doch auf Kartoffelchips ausdehnen.
Obwohl natürlich die vermutete Konvertierung von 1:3.000.000 Gulden zu Euro bei Jules Holzchips auch verlockend ist.

Ich halte euch auf dem Laufenden.

-pollifax